Fed und OPEC zwingen Ölpreis in die Knie
Konjunktursorgen drücken die Preise am Rohstoffmarkt. Die OPEC und die amerikanische Notenbank Fed nahmen den Ölpreis gestern in die Flügelzange. Die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) wartete im Wien mit der ersten Fördermengenerhöhung seit mehr als drei Jahren auf. Die bereits praktizierte Tagesförderung von 30 Mio. Barrel wurde als neue offizielle Obergrenze benannt und löst die alte Wunschquote von 25 Mio. Barrel pro Tag ab. Die Fed verwehrte sich, ebenfalls gestern Nachmittag, gegen eine weitere Ausweitung der expansiven Geldpolitik.
Zwei bearishe Impulse zugleich waren zu viel für den Ölmarkt und den gesamten Rohstoffsektor. Nahezu alle Kurse knickten ein. Gold sackte 4 %, Kupfer 5,5 % und Silber 8 % ab. Die Ölpreise notierten in der Spitze ca. 5 % leichter. Ein Barrel Brent Crude Nordseeöl kostete am Morgen noch 109 $ und wurde bis zum Abend auf 104 $ durchgereicht. US-Rohöl (WTI) fiel von 100 $ auf 95 $ je Barrel und der für den Heizölpreis ausschlaggebende Börsenwert Gasöl gab bis zum späten Abend von 930 $ auf 895 $ je Tonne nach. Gasölpreise unter 900 $ haben wir zuletzt Anfang Oktober gesehen. Mitte November war der Börsenkurs für Gasöl mehrfach am Überspringen der 1000-$-Marke gescheitert.
Auch die gestrigen DOE-Bestandsdaten aus den USA vermochten es nicht, den Ölpreis im bearishen Gesamtumfeld zu stützen. Sie waren neutral einzustufen, wobei vom Department of Energy (DOE) folgende Veränderungen zur Vorwoche gemeldet wurden:
- Rohöl: leichter Abbau (- 1,9 Mio Barrel)
- Destillate (Heizöl, Diesel): geringer Aufbau (+ 0,5 Mio Barrel)
- Benzin: hoher Aufbau (+ 3,8 Mio Barrel)
Insgesamt sieht es also so aus, als würde sich der Rohstoffmarkt sehr viel verbraucherfreundlicher aus dem Jahr verabschieden, als es im Spätherbst aussah. Wenn da nicht der ebenfalls kränkelnde Euro wäre, könnte man fast von guten Spekulationsaussichten für Januar und Februar sprechen. Statistikfreunde wissen, hier findet man meist die günstigsten Heizölpreise des Jahres.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 106,30 $, Gasöl ca. 905 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 1,30 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,302 (etwas leichter)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr
HeizOel24-Tipp: Der Heizölpreis gibt nach der gestrigen Spitze wieder stark nach! Der Rohstoffmarkt gerät unter dem Einfluss von konjunktursorgen unter Abwärtsdruck. Sehr ungünstig für Heizölkunden bleibt allerdings der schwache Euro. www.heizoel24.de - 15.12.2011
Testbericht 'Fed und OPEC zwingen Ölpreis in die Knie' zum Thema '24 Karat' von Heizoel24. ©2011. All rights reserved. Gefunden am 15.12.2011.
