Heizölmarkt: Schwierige Zeiten für Händler und Verbraucher
Die Woche endet unter dem Eindruck eines neuen Jahreshochs bei den Heizölpreisen. Der schwache Euro und die stabilen Ölpreise am Weltmarkt lassen dem Heizölhandel in Deutschland und Österreich keine andere Wahl. Auch wenn Preiserhöhungen das Letzte sind, was dieser gerade gebrauchen kann. Das ohnehin schwierige Heizöl-Jahr 2011, steuert auf ein frustrierendes Ende zu. Für den Handel ist das Geschäft kaum noch planbar, Kunden schmerzt der tiefe Griff in den Geldbeutel. In den ersten drei Quartalen 2011 wurden fast 20 % weniger Heizöl verkauft als im Vorjahreszeitraum. Lange Absatzflauten wurden dabei von abrupten Sturmläufen der Kunden unterbrochen. Immer dann wenn Heizöl etwas billiger wurde – dies war an wenigen Tagen im Mai, Juni und August der Fall – herrschte plötzlich Hochkonjunktur im Heizölhandel. Im Herbst gab es aufgrund der Vielzahl leerer Verbrauchertanks dann doch noch so etwas wie Kontinuität. Niedrigwasser am Rhein und knappe Warenbestände in einigen Großtanklagern erschwerten dafür die Logistik. Für Kunden und Handel gleichermaßen ein herausforderndes Jahr.
Ebenso durchwachsen gestaltet sich der Ausblick für die nähere Zukunft. Dass die Heizölpreise fallen, ist keineswegs mehr sicher. Die aktuelle Finanzkrise zeigt eine deutlich andere Wirkung auf den Markt als der Bankencrash des Jahres 2008. Vor drei Jahren stürzte in den Börsenturbulenzen auch der Ölpreis ab. Diesmal begrenzt sich das Spektakel auf den Aktien- und Devisenmarkt. Wobei auf den Kursshock im August eine veritable Erholung folgte. Hohe Unternehmensgewinne machen die Krise nicht greifbar. Auch Industriemetalle tendieren schwächer. Gold, Silber und Öl sind dagegen weiter gefragt. Was zum Problem werden könnte ist der Ausblick: Im ersten Halbjahr 2012 sollte sich daher zeigen, ob aus der europäischen Staatsschuldenproblematik eine weltweite Wirtschaftskrise erwächst, oder ob es gelingt, den Brandherd wirksam einzudämmen. Entsprechend wird auch der Ölpreis reagieren. Sonderfaktoren, wie ein möglicher Iran-Krieg oder Naturkatastrophen einmal außen vor gelassen. Die Hurrikansaison am Golf von Mexiko verlief übrigens ohne negative Konsequenzen für die dortigen Ölförderanlagen. Preisdrückende Wirkung: Fehlanzeige!
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 114,00 $, Gasöl ca. 990 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,60 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,364 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht steigend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise leicht steigend
alle Angaben ohne Gewähr
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Testbericht 'Heizölmarkt: Schwierige Zeiten für Händler und Verbraucher' zum Thema '24 Karat' von Heizoel24. ©2011. All rights reserved. Gefunden am 11.11.2011.
