Ölmarkt stabil, kaum geänderte Heizölpreise
Schuldenkrise? Sonst immer gern, aber gestern war es schlecht. Auch die Börse braucht mal eine Pause. Nach acht Verlusttagen infolge erlebte der DAX gestern einen wahren Höhenrausch und konnte im Handelsverlauf 4 % zulegen. Auch an der Wallstreet in New York ging es mit den Aktienkursen im Schnitt 2,5 % aufwärts.
Verhalten positive Nachrichten gibt es auch für alle Heizölkunden: Ölpreis und Euro zeigten sich weitgehend unbeeindruckt vom Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten. Der Preis für die Tonne Gasöl (Börsenwert für Heizöl und Diesel) schwankt weiter um 950 $. Der Euro hat sich bei gut 1,33 Dollar stabilisiert. Im Ergebnis notieren die Heizölpreise heute weitgehend unverändert. D.h. auch wenn der zarte Abwärtstrend der Vorwoche gestoppt ist, wird Heizöl zumindest nicht teurer.
Für einen durchgreifenden Preisabschwung fehlt es am Ölmarkt nach wie vor an Dynamik. Die realwirtschaftliche Nachfrage nach Rohöl, Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin ist hoch. Auch der Anreiz Geld in Öl anzulegen ist weiter gegeben. Sichere festverzinsliche Anlagen bringen kaum Zinsen, Aktien und spekulative Staatsanleihen bergen hohe Verlustrisiken. Nicht nur für Spekulanten, sondern auch für Anleger, die sich einen Inflationsschutz ins Depot holen wollen ist Öl attraktiv. Selbiges gilt für Gold, das allerdings bereit sehr teuer ist.
Blicken wir auf den reinen Heizölmarkt, so zieht steigende Nachfrage im Osten und Süden von Deutschland zudem die Inlandspreise nach oben. Begünstigt ist aktuell der Norden. Der Westen könnte in den Genuss leicht sinkender Heizölpreise kommen, sobald wieder mehr Wasser im Rhein ist. Das Sparpotential inländischer Preisfaktoren ist allerdings auf wenige Cent je Liter Heizöl. Ein großer Preisrutsch kann nur vom Weltmarkt ausgehen. Wahrscheinlichster Auslöser wäre ein globaler Konjunktureinbruch. Vorsicht vor steigenden Heizölpreisen ist geboten, wenn der Euro weiter im Wert geschwächt wird oder sich akute Kriegsgefahr im Iran abzeichnet. Bleiben die äußeren Faktoren im aktuellen labilen Gleichgewicht, so ist bis zum Jahresende mit ähnlichen Öl- und Heizölpreisen zu rechnen wie jetzt. Die allgegenwärtigen Risiken hindern die Ölpreise an einem weiteren Anstieg über psychologisch wichtige Marken (z.B. 1000 $ beim Gasöl). Die o.g. Effekte verhindern ein Absinken.
Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 109,00 $, Gasöl ca. 953 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,332 (nahezu unveränd.)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis leicht fallend
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr
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Testbericht 'Ölmarkt stabil, kaum geänderte Heizölpreise' zum Thema '24 Karat' von Heizoel24. ©2011. All rights reserved. Gefunden am 01.12.2011.
