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Ölpreis stabil, Euro schwach - Heizölkunden profitieren nicht von der Krisenstimmung

Der angekündigte Volksentscheid in Griechenland hat gestern zu noch größeren Börsenturbulenzen geführt, als dies am Dienstagmorgen absehbar war. Am Tagesende war ein Minus von 5 % im DAX zu verbuchen. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar fast 3 % an Wert und der Ölpreis verlor vergleichsweise moderate 2 %. Dabei fiel auf, dass sich der Gasölpreis (Börsenwert für Heizöl und Diesel) deutlich stabiler halten konnte als der Rohölpreis (Brent Crude Nordseeöl). Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf die aktuell sehr hohe Nachfrage nach Heizöl ziehen. Heizöl und Dieselkraftstoff sind produkttechnisch nahe Verwandte und beeinflussen sich gegenseitig im Preis. Die herbstliche Eindeckungswelle mit Heizöl hat auch den Dieselpreis an der Tankstelle mit nach oben gezogen.

Am Mittwochmorgen können sich die Aktienkurse am Frankfurter Parkett leicht erholen. Gleiches gilt für den Ölpreis und den Euro. Ob diese Erholung von Dauer ist, sollte sich rasch zeigen. Der erste Griechenlandschock scheint abgehakt. Nun muss sich zeigen, wie Politik und Wirtschaft damit umgehen. Hier empfiehlt sich der G20-Gipfel in Cannes. Merkel und Sarkozy reisen eine Tag früher an.

Abseits der Daily Soap „Euro-Rettung“ machten gestern sinkende Wachstumsraten in China die Runde. In den USA machte bereits am Montag die Pleite der US-Investmentbank MF Global Schlagzeilen. Beides zusammen liefert einen Hinweis, dass auch in Asien und Amerika nicht alles Gold ist was glänzt und weckt vage Hoffnungen auf einen sinkenden Ölpreis. Heizölkunden in Deutschland und Österreich profitieren von einem möglichen Ölpreisverfall am Weltmarkt allerdings nur, wenn sich der Euro besser behaupten kann als zuletzt. Sicher ist derzeit nur die Unsicherheit.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 110,30 $, Gasöl ca. 960 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland und Österreich ca. + 0,50 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,377 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis seitwärts
4-Wochen-Prognose Heizöl: Heizölpreise seitwärts
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Der Ölpreis zeigt sich von der Eurokrise weit weniger beeindruckt als die Aktienkurse. Gleichzeitig sorgt der schwache Euro für Preisauftrieb bei Mineralölimporten. Auf billigeres Heizöl zu spekulieren birgt aktuell viele Risiken. Kunden müssen mit kleinen Preisrückgängen zufrieden sein, wenn sie sich zeigen. www.heizoel24.de - 02.11.2011
 



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Testbericht 'Ölpreis stabil, Euro schwach - Heizölkunden profitieren nicht von der Krisenstimmung' zum Thema '24 Karat' von Heizoel24. ©2011. All rights reserved. Gefunden am 02.11.2011.

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